28.02.2011 Grünblättriges Gemüse könnte Diabetesrisiko reduzieren

Personen, die viel grünblättriges Gemüse essen, könnten ein reduziertes Risiko für Typ-2-Diabetes haben, so das Ergebnis einer Metaanalyse.

Verzehr von Früchten und Gemüse und die Inzidenz von Typ-2-Diabetes: eine systematische Übersicht und Metaanalyse

Carter P, Gray LJ, Troughton J, Khunti K, Davies MJ; Leicester, Großbritannien

Fruit and vegetable intake and incidence of type 2 Diabetes mellitus: systematic review and meta-analysis

BMJ 2010; 341:c4229


Fragestellung: Es sollten die unabhängigen Effekte des Verzehrs von Früchten und Gemüse auf die Inzidenz des Typ-2-Diabetes untersucht werden.

Studiendesign: Eine systematische Übersicht und Metaanalyse.

Datenquellen: Medline, Embase, CINAHL, British Nursing Index (BNI) und die Cochrane-Bibliothek wurden nach medizinischen Überschriften und Schlüsselwörtern zu Diabetes, PräDiabetes, Früchten und Gemüse durchsucht. Expertenmeinungen wurden eingeholt und die Liste von relevanten Artikeln überprüft.

Studienselektion: Prospektive Kohortenstudie mit einer unabhängigen Messung des Verzehrs von Früchten, Gemüse oder Früchten und Gemüse und Daten zur Inzidenz des Typ-2-Diabetes.

Ergebnisse: Sechs Studien erfüllten die Einschlusskriterien; vier dieser Studien lieferten zusätzliche Information über den Verzehr von grünem Gemüse. Die zusammenfassende Abschätzung zeigte, dass ein größerer Verzehr von grünblättrigem Gemüse mit einer 14%igen Reduktion des Typ-2-Diabetes-Risikos (Hazard Ratio [HR] 0,86, 95% Konfidenzintervall 0,77 bis 0,97, p=0,01) assoziiert ist.

Kein signifikanter Nutzen wurde für den vermehrten Verzehr von Gemüse, Früchten oder der Kombination von Früchten und Gemüse gefunden.

Schlussfolgerung: Ein vermehrter täglicher Verzehr von grünblättrigem Gemüse könnte das Risiko für Typ-2-Diabetes signifikant reduzieren. Dies sollte weiter untersucht werden.

Kommentar: Die Autoren drücken ihre Schlussfolgerungen recht vorsichtig aus, da die in der Metaanalyse eingeschlossenen Studien sehr heterogen sind und Störfaktoren, z.B. der Body-Mass-Index, nur unzureichend adjustiert wurden.

Rezensent: Prof. Dr. med. Hans Uwe Janka

Quelle: Diabetes-Congress-Report 1/2011

 

 

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